Fashion-Branche als Treiber im gesamten Online-Handel

Einer der wesentlichen Treiber im Online-Handel sind Hersteller aller Branchen die zunehmend selbst im Shop verkaufen, sowie insbesondere Mode-Online-Shops. Hier treffen Zalando, eBay und Amazon mit ihren umfangreichen und komfortablen Shopping-Apps den Nerv vieler Onlineshopper. Das ist Chance und Herausforderung für neue und bestehende Händler zugleich, wobei sich eigene Apps i.d.R. nur für bekannte Marken rechnen. Ein mobil optimierter Webshop ist hier die bessere Lösung, weil Apps wesentlich seltener benutzt werden als der Browser der Smartphones und Tablets. Eine gute Auffindbarkeit über die mobile Google-Suche ist für alle Modeshops daher extrem wichtig. Im Vergleich zu anderen Brachen ist der Traffic über Google für Fashion-Händler noch relevanter für das gesamte Besuchsvolumen des Shops.

Retourenquote im Modebereich am höchsten

Die Retourenquote und die Missbrauchsrate des Widerrufrechts sind bei Fashion-Shops mit Abstand am höchsten. Dafür sind die Prüfkosten im Retourenfall bei Textilien mit am geringsten. Im Fashion-Bereich erfolgt ein Großteil der Bestellungen auf Rechnung, so das davon ausgegangenen werden muss, dass etwa jedes zweite versendete Paket wieder von den Kunden retourniert wird. Bei weniger als 10.000 Retouren pro Jahr belaufen sich die Prozesskosten je Retoure auf ca. €17,70, bei über 50.000 Retouren bei nur noch €5,18. Bei Retourenforschung.de finden Sie dazu weitere spannende Informationen.

Viele Fashion Shops in den Top 100 der deutschen Online-Shops

In den Rankings der Top 100 Online-Shops in Deutschland sind seit Jahren viele Modeversender vertreten (Esprit, Zalando, H&M, C&A, brands4friends, Heine), sowie eine Reihe von Generalisten wie z.B. Amazon, Otto und Neckermann, die auch eine großen Anzahl an Fashion-Artikel im Sortiment haben und stark bewerben. Google Adwords-Anzeigen sind ein wesentlicher Aspekt bei der Bewerbung eines Online-Shops. In Deutschland sind Google Adwords-Anzeigen im europäischen Vergleich mit am teuersten. Etwa 20% des Adwords-Budgets von Amazon.com geht beispielsweise in den Bereich Schuhe und Mode, so dass alleine an solchen Zahlen klar wird, welche Bedeutung diese Sortimentsbereiche für Generalisten haben. Gleichzeitig sollten Modehändler diese Tatsachen bei Ihren Planungen berücksichtigen und eigene Absatzstrategien entwickeln.

20% der Shopper kaufen Mode nur noch online

Diese recht erstaunliche Erkenntnis geht aus der Befragung von etwa 1.000 Konsumenten im August 2014 für die Studie Modern Retail – Innovative Handelskonzepte im Fokus hervor, welche im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft pwc durchgeführt wurde. Schon jeder fünfte deutsche Online-Shopper kauft also Bekleidung, Schuhe und Mode-Accessoires nur noch im Internet, obwohl insbesondere im Modebereich Größen, Farben und Haptik echte Probleme darstellen können. Für den Händler kommt als Herausforderung das sich ständig ändernde Sortiment hinzu. Die Kollektionswechsel können aber auch eine große Chance darstellen, wenn diese werbewirksam inszeniert und Google-freundlich aufbereitet werden. Bei Modeshops sind sowohl im Bereich Shop- und Marketing-Konzept, Usability und Suchmaschinenoptierung individuelle Lösungen erfolgsentscheidend um sich gegen die Big Player behaupten zu können. Diese Konzepte müssen aber einerseits zum Händler passen und andererseits geschickt und effizient miteinander verknüpft werden. Hierbei kann beispielsweise eine Social-Media- bzw. Social-Commerce-Strategie greifen, welche die Möglichkeiten der einzelnen Netzwerke intelligent miteinander verbindet. Social-Media-Marketing und die organische Sichtbarkeit bei Google spielen für Mode-Shops eine überdurchschnittliche Rolle. Die strategische Shop-Positionierung ist im Modebereich aufgrund des starken Wettbewerbs folglich besonders wichtig.

Fazit:

Jeder Händler braucht ein einzigartiges Geschäftsmodell samt Shop-Konzept und Markenstrategie, um in einem schnell wachsenden Umfeld mittel- bis langfristig überleben zu können. Eine Marktbereinigung aufgrund geringer Margen und hoher Vergleichbarkeit der Angebote/Shops ist bereits heute Realität. Die Markteintrittsbarrieren sind dementsprechend relativ hoch, so dass eine ausgefeilte Markteintrittsstrategie notwendig ist. Ein neuer Shop hat keine Kunden, damit auch keine Bewertungen von Produkten, vom Shop und den Siegeln selbst. Ebenso startet auch eine neue Domain für Google ohne jegliches Vertrauen und damit ohne Sichtbarkeit in den organischen Treffern. Aber auch bestehende Mode-Online-Shops müssen sich weiterentwickeln, um gegen den stärker werden Wettbewerb bestehen zu können, und um den steigenden Anforderungen seitens der Käufer gerecht zu werden.


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