Recap K5 Konferenz 2013 in München

Die K5 Konferenz, organisiert von Exciting Commerce, versammelte dieses Jahr knapp 800 Teilnehmer in den Münchner Eisbach Studios. Von Amazon bis Zalando waren etliche Online-Händler vertreten (ebenso wie zahlreiche Dienstleister, zu denen wir im Rahmen der K5-Liga auch zählen, siehe hier) und diskutierten über die Perspektiven des Online-Handels.

k5_2013

Hier nun unser Recap zur K5 Konferenz (s. auch direkt bei Exciting Commerce):

Das Leitmotiv der mittlerweile dritten K5 Konferenz, die sich auch diesmal wieder auf Strategie- und Wachstumsthemen fokussierte, lautete diesmal: „Wie gut kann, wie gut muss Online-Handel werden, um den steigenden Ansprüchen von Online-Bestellern zu genügen, die statt weniger Male im Jahr alle paar Tage online bestellen?“.

Zu den Speakern gehörten Geschäftsführer und E-Commerce-Leiter von Home24, Westwing, MyMüsli, Aponeo, PosterXXL, s.Oliver, Jochen Schweizer, BRITA und Eventim. Alle berichteten über Erfahrungen im explodierenden Online-Handel und gewährten Einblicke in ihre Strategien und Meinungen zu den gegenwärtigen Entwicklungen.

k5 vor eröffnungsvortrag

Los ging’s mit dem Eröffnungsvortrag von Jochen Krisch: „10x besser – Wie gut kann, wie gut muss Online-Handel werden?“. Er zeigte nochmal anschaulich, wie stark der Online-Handel in den letzten Jahren gewachsen ist, welche neuen Business Models sich entwickelt haben (anhand einer Übersicht des Investment-Portfolios von Holtzbrink Ventures, die quasi in jedes erdenkliche Model investieren) und wohin die Reise gehen könnte („Das Bessere ist des Guten Feind“). Er ging auf die wachsende Zahl von Vielbestellern ein und folgerte daraus, dass die Ansprüche an Online-Händler bzw. Shops steigen. Er machte auch deutlich, dass Kunden „nicht im Internet kaufen, sondern zuhause“ und Händler das Einkaufen möglichst bequem und spannend gestalten sollten, nach Möglichkeit sogar mit eigenen Shopping Devices, wie auch immer die aussehen mögen.

Weiter im Programm ging es mit dem Online-Möbelmarkt und zwar ganz konkret mit Westwing und Home24. Westwing ist ziemlich beeindruckend mit beachtlichen Wachstumsraten und starker Internationalisierung. Die Zielgruppe sind Frauen ab 40 Jahren. Größte Herausforderungen sind laut Geschäftsführer Stefan Smalla das Sourcing und die Logistik. Ich persönlich mag Westwing vom Konzept und Design sehr (auch wenn ich nicht die Zielgruppe bin…), allerdings hatte ich dort privat einen Artikel bestellt und bekam nach ca. 6 Wochen eine Mail, dass der Artikel nicht mehr lieferbar sei. Unschön, da der Artikel echt schön war 😉

Der Impulsvortrag „Data Driven by Design“ von Alexander Brand, Gründer und GF von UrbanBrand (windeln.de) stellte dann das Gold des digitalen Zeitalters in den Fokus: Daten.

k5 nach windeln

Er plauderte ein wenig aus dem Nähkästchen und stellte sein Data Warehouse, eingesetzte Tools und Analysen vor. Windeln.de arbeitet stark regelbasiert, d.h., bei bestimmten Ereignissen bekommen Mitarbeiter automatisch E-Mail-Alerts. Seiner Meinung nach schafft das Sicherheit bei den Mitarbeitern, z.B. bei Lieferungen durch Hersteller, und man kann sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren. Amüsant war die folgende Erkenntnis: windeln.de fragt bei der Kundenregistrierung das Geburtsdatum des Kindes ab und weiß daher, in welcher Phase sich die Eltern befinden und welche Produkte interessant sein könnten. Anfangs werden natürlich typische Produkte wie Windeln etc. bestellt. Im Rahmen der Analysen wurde festgestellt, dass der folgende Artikel nach ca. 20 Monaten Kundenzugehörigkeit der „Renner-Artikel“ ist: ein Schwangerschaftstest! Der wird mittlerweile zu passender Zeit potenziellen Kunden in speziellen Mailings vorgeschlagen 😉 So geht’s! Mir persönlich fehlte trotz sehr konkreter Zahlen und Beispiele noch mehr Tiefe hinsichtlich Analysen mit Data Mining-Methoden wie bspw. Prognosen, Scoring, etc., was aber sicher der Komplexität dieses Themas und der relativ kurzen Vortragszeit geschuldet war.

Neu war dieses Jahr im Foyer die „K5 Junior League“, wo Start-ups die Möglichkeit hatten, sich vorzustellen. Dabei waren u.a. Couch Commerce, minubo und kryd. Kryd finde ich eine sehr gelungene Lösung, die das Verhalten von Website-/Shopbesuchern erkennt (Kaufabbruch etc.) und auf Basis von einmalig definierten Regeln mit personalisierten E-Mails reagiert und das voll automatisch. Bei Interesse an Kryd und einer evtl. kostenlosen Testphase einfach eine Mail an uns schicken!

Meine abschließende Meinung: perfekt organisiert, spannende Vorträge namhafter Unternehmensvertreter, nette Gespräche und viel mitgenommen für kommende Projekte!


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